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Japan Caroline Kaiser PDF Drucken E-Mail

Berichte von Caroline Kaiser (1999/2000 - RC Tokyo Gotanda, D-2750)

1. Quartalsbericht  

Zuerst muss ich wohl sagen, dass ich mich hier richtig wohl fühle. Meine erste Gastfamilie ist sehr nett. Für mein Japanisch ist es zwar gut, dass sie nur Japanisch spricht, manchmal allerdings auch etwas schwierig. In meiner Schule habe ich schon viele neue Freunde kennengelernt.
Am 31. Juli und 1. August sind alle Inbounds, Outbounds und Rotexler auf den Fuji gestiegen. Das war anstrengend, aber der Ausblick vom Gipfel und viel Spaß mit den Anderen entschädigten für den mühsamen Aufstieg. Es war ein sehr heißer, sonniger und vor allem klarer Tag. Im August war ein vierwöchiger Japanischkurs für uns Austauschschüler, bei dem wir uns näher kennenlernen konnten. Ende August war ein dreitägiges Sommercamp und Anfang September eine Welcomparty vom Rotaryclub.
Am 8. September fing meine Schule an (KeioGirlsHighSchool). Ich trage eine graue Schuluniform: enger, kurzer Rock, Weste, Blazer und ein weißes Oberteil. Bis auf die Weste, die hier keine der Mädchen trägt, finde ich die Uniform nicht schlecht.
Im Unterricht komme ich ganz gut zurecht, da meine Fächer (Computer, Mathe, Naturwissenschaft, Kochen, Kunst, Kalliegraphie, Französisch, Englisch, Japanisch und Sport) nicht so viel Japanisch erfordern.
Den Japanischunterricht haben nur ich und eine andere Rotaryaustauschschülerin aus Spanien. Grammatik und Schreiben. Nachmittags gehe ich in den Kendoclub und einmal in der Woche zum Teezeremonieclub. Es macht viel Spaß.
Da der Rotarydistrikt und meine Schule so viele Dinge organisieren und außerdem meine Schwester Claudia aus Deutschland im Moment für fünf Wochen eine Farmulatur in Tokyo macht, habe ich so viel vor und keine Zeit fuer Heimweh.
Von Tokyo habe ich schon ziemlich viel gesehen und habe hier außerdem zwei ganz leichte Erdbeben miterlebt. Die Zeit geht hier so rasend schnell herum. Mittlerweile bin ich länger als zwei Monate hier.
Ich habe vorraussichtlich vier Gastfamilien in diesem Jahr. Bei meiner ersten jetzt habe ich ein eigenes Zimmer, da meine Gastschwestern erwachsen sind und nicht mehr zu Hause wohnen.
Am 9. Oktober werde ich zu meiner zweiten Gastfamilie ziehen. Als ich hier in Tokyo ankam, hat mir mein Counsellor eine Liste mit vier Gastfamilien gegeben. Da meine nächste Gastfamilie nicht draufsteht, bin ich nicht sicher wieviele Familien ich genau haben werde. Am zehnten jedes Monats muss ich einen Kurzbericht in Japanisch an meinen Club schreiben. Zu den Rotarymeetings gehe ich jeden ersten Montag im Monat. Mit meinem Counsellor verstehe ich mich sehr gut. Da er schon älter ist und eine 15-jaehrige Enkelin hat, ist er für mich fast wie ein Grossvater. Meinen eigenen Grossvaeter habe ich naemlich nicht mehr kennengelernt.
Ich bin richtig glücklich und wünsche allen anderen Austauschschülern das Selbe.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 19 September 2009 )
 

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