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Südafrika

 

   Ländertipps Südafrika

 

 

 

 

Impfungen

Man braucht die üblichen Impfungen und zusätzlich Hepatitis A und B. Am besten aber beim Arzt erkundigen. Malariagefahr gibt es fast nur im Nordosten (Kruger NP), Medikamente aber erst in Südafrika kaufen, sind dort viel billiger und oft auch besser.

 

Geld

Währung ist der südafrikanische Rand, im Moment steht der Kurs für 10 Euro bei 1 Rand. Alles ist also sehr preisgünstig. Man darf nur 500 Rand mit ins Land nehmen, nehmt am besten Kreditkarten mit (Visa oder Mastercard oder ähnliches) und besorgt euch Geld über die Banken. Man sollte sich ein Konto anlegen, redet mit eurem Counselor oder Gasteltern, welche Bank sie benutzen und empfehlen. Mit einer Bankkarte kann man überall Geld abholen. Ihr müsst wahrscheinlich außerdem einen Emergency Fund haben, das sind 1000 Rand (100Euro), die ihr an den Rotary Club für Notfälle bezahlt und die ihr spätestens am Ende des Jahres zurückbekommt.

 

Sicherheit

Alle Leute meinen SA sei so gefährlich, ist es aber nicht wirklich. Ok, in den Großstädten wie Johannesburg hört man häufig von Zwischenfällen, und auch in den kleineren Städten passiert mal was, aber wenn man vorsichtig ist, geht alles gut. Trotzdem: kein Geld oder Wertsachen offen zur Schau stellen, nachts niemals alleine durch die Gegend laufen, besonders nicht an dunklen Orten. Falls nicht in Begleitung eines Rotariers niemals in eins der schwarzen Taxis steigen.

 

Versicherung

Ihr bekommt mit der Guaranteeform ein Formular der südafrikanischen Versicherung TIC, die man haben muss. Allerdings in Krankenhäusern vorher genau abklären, ob sie diese Versicherung auch annehmen und bei kleineren Krankheiten zu einem Arzt gehen, den man kennt, einer der Rotarier im RC wird schon Arzt sein, das vereinfacht die Sache.

 

Essen

Die südafrikanische Küche ist sehr vielseitig. Es wird viel Fleisch, aber auch Gemüse und frisches Obst gegessen. Nachtische und Kuchen sind meist sehr süß. Es kommt auch darauf an, wo man hinkommt, denn es kommen auch noch indische und malaische Einflüsse dazu. Typisch ist aber auf alle Fälle ein Braii, das heißt es wird Grillfleisch mit Salaten gegessen, es ist oft ein richtiges Ereignis, das sich lange hinzieht, aber Spaß macht.

 

Kleidung

Es ist in Südafrika im Sommer sehr warm, also leichte und kurze Sachen mitnehmen. Es kann allerdings im Winter auch kalt oder in gewissen Gegenden auch sehr regnerisch werden, also auch ein paar wärmere Sachen nicht vergessen. Wichtig auf alle Fälle ein Hut/Kappe gegen die Sonne. Nehmt nicht zu viel mit, da ihr die meiste Zeit Schuluniform tragen werdet.

 

Sprache

Es gibt in Südafrika elf Amtssprachen. Englisch spricht fast jeder und wird in jeder Schule unterrichtet. Afrikaans ist ähnlich wie Holländisch und also auch ähnlich wie Deutsch, man braucht allerdings eine Weile, um sich einzuhören. Ansonsten gibt es in fast jeder Gegend eine andere Stammessprache der Schwarzen, wenn ihr nicht die Chance habt in einer schwarzen Familie zu leben, versucht von Freunden in der Schule ein paar Wörter zu lernen, es ist ganz witzig.

 

Schule

Schule ist für die Südafrikaner etwas Besonderes. Durch die Schuluniformen und die zahlreichen Schulaktionen, die es im Jahr gibt, entsteht ein großes Gemeinschaftsgefühl. Der Unterricht an sich ist nicht besonders spannend, es ist meist der Lehrer, der redet. Es gibt zahlreiche Tests während der Schulzeit, die recht leicht sind. Am Ende jedes Terms schreibt man Exams, die meist schwierig und viel Lernerei sind. Es gibt öffentliche und private Schulen, also kommen die Schüler meist aus dem gleichen sozialen Umfeld. Manche Schulen sind zweisprachig (Englisch-Afrikaans), das heißt, es wird teils in zwei Sprachen in einer Klasse unterrichtet und es kommt auch vor, dass Mädchen und Jungen getrennt zur Schule gehen. Es gibt die üblichen Fächer wie Mathe, Englisch, Biologie aber auch Home Economics (Hauswirtschaft), Business Economics, Typing (Schreibmaschine schreiben) oder technisches Zeichen. Man bekommt viel mehr mit, was in der Schule passiert, da man mehrmals in der Woche Assemblys (Versammlungen) hat, bei der am Ende immer die Nationalhymne oder das Schullied gesungen wird. Auch nachmittags gibt es zahlreiche Aktivitäten bei denen man sich beteiligen kann. Es gibt alle Arten von Sport, versucht mal Neues wie Rugby oder Netball, aber auch kulturell wird viel geboten (Chor, Theater, Debating, usw). Versucht irgendwas zu machen, da man viel schneller neue Leute kennen lernt, beschäftigt ist und es einfach Spaß macht. Am Wochenende finden die Sportturniere statt, bei denen alle, wenn sie nicht selbst spielen, mit viel Begeisterung ihre Schule anfeuern.

 

Religion

Viele Südafrikaner sind sehr religiös, sie gehen regelmäßig in die Kirche und auch für die Jugendlichen ist es fast selbstverständlich sich in kirchlichen Jugendgruppen zu treffen oder in der Bibel zu lesen. Auch in den Schulen wird Religion großgeschrieben, es gibt oft eigene AGs (CSA: Christian Student Association) und es wird während der Assembly (Versammlung) oft gebetet.

 

Erziehung

Sie ist unterschiedlich, aber oft werden Kinder etwas strenger erzogen. Sie dürfen am Wochenende nicht lange wegbleiben und Jungen werden zu großer Höflichkeit erzogen, sie halten einem immer die Tür auf und lassen einen vorgehen. Es gibt in südafrikanischen Familien oft mehr Kinder als in Deutschland üblich. Versucht euch mit euren Gastgeschwistern gut zu verstehen, es klappt nicht immer, man kann aber viel mit ihnen unternehmen und neue Leute kennen lernen.

 

Alkohol und Drogen

Wochenenden sind für Jugendliche etwas besonderes und besonders die Mädchen putzen sich heraus, wenn sie mal nicht Schuluniform tragen müssen. Alkohol und Drogenkonsum ist ähnlich wie in Deutschland. Wegen der strengeren Erziehung und da es gesetzlich nicht erlaubt ist, trinken sie erst später, aber wenn sie am Wochenende weggehen, kommt es häufig vor, dass getrunken wird.

 

Rotary

Rotary ist in SA viel lockerer als in Deutschland, man geht selten im Anzug zum Meeting und es gibt fast nie einen Redner. Es gibt neben persönlichen Treffen oft auch Aktionen, bei denen Geld gesammelt wird, dass an Krankenhäuser, Betreuung von alten Menschen oder in Armut lebenden Familien gespendet wird. Versucht so viel wie möglich zu den Meetings zu gehen und mitzuhelfen, ohne Rotary wäre der Austausch nicht möglich und die Rotarier sind oft nette Leute und wenn man sie gut kennt, werden sich auch Gelegenheiten ergeben, bei denen sie euch mit auch Reisen nehmen. Es gibt fünf Distrikte in SA, die oft sehr groß sind. Im Gegensatz dazu gibt es wesentlich weniger Austauschschüler als in Deutschland. Dadurch aber kann man Freundschaften vertiefen und es gibt immer ein Komitee, das Treffen vorbereitet und Ansprechpartner bei Problemen ist.

 

Reise

Der Rotary Distrikt organisiert meist zwei Touren im Jahr, die entweder Sightseeing oder Adventure Camps sind. Auch zwischendurch trifft man die Austauschschüler an Wochenenden. Auch die Familien fahren in den Sommerferien (Weihnachten) oft weg, an die Küste oder in Tierparks. Wenn die Schule Touren anbietet, nehmt diese Gelegenheiten war, um möglichst viel von diesem tollen Land und seiner Landschaft zu sehen. Wenn ihr eingeladen werdet, zögert nicht, sondern fahrt. Südafrika ist sehr weitläufig, also macht euch auf lange Strecken gefasst. Wenn ihr alleine z.B. zu Austauschschülerwochenenden fahrt, sind Überlandbusse das beste Mittel (z.B. Greyhound).

 

E-Mail

E-Mails sind wichtig, um mit Freunden zu Hause, Familie oder anderen Austauschschülern in Kontakt zu bleiben, allerdings in SA oft noch recht teuer. Versucht es nicht zu viel zu benutzen, möglichst abends oder am Wochenende, und schreibt die Mails vor und kopiert sie nur, das geht viel schneller. Es ist auch nicht selbstverständlich, dass eine Familie Email hat, es gibt aber in fast jeder Stadt ein Internetcafé oder ihr könnt die Computer in der Schule nutzen. Weiterer Nachteil ist, dass die Computer und so das Internet nicht besonders schnell sind, also Geduld.

 

Handy

Kleiner Tipp am Ende, nehmt euer Handy mit und kauft euch in SA eine neue SIM-Karte. Es kostet nur 130Rand (13 Euro) und auch die Prepaidcards gibt es für 30 oder 50 Rand (3 oder5 Euro). Telefonieren und SMS sind im Vergleich auch sehr günstig: eine SMS am Wochenende oder abends 25 SA cents (2,5 cents). Ihr seid für eure Gastfamilien immer zu erreichen und könnt auch mit anderen Jugendlichen viel besser Kontakt halten und herausfinden, was sie unternehmen. Außerdem kostet es das gleich, nach Deutschland zu texten.
 
(c) 2002 Annette Alt / RSA 2001/2002
 

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