 Ländertipps USA ZahlungsmittelDie meist akzeptierte Kreditkarte in USA ist nicht American Express, sondern Visa. Mit Visa kann man in den meisten Geschäften und Restaurants zahlen.
SchuleUm sich schnell einzuleben, ist es sinnvoll, an möglichst vielen "außerschulischen" Aktivitäten an der Schule teilzunehmen, z.B. einen Sport treiben oder, wenn man ein Instrument spielt, z.B. in der schuleigenen Band spielen. Euer Schuldirektor wird euch bei der Auswahl einer Aktivität helfen. Fragt vorher schon mal eure Gastfamilie, was für Aktivitäten angeboten werden, damit ihr schon vorher eine engere Auswahl treffen könnt. Belegt so viele außergewöhnliche Fächer wie nur möglich. Kurse wie Automechanik, Kreatives Schreiben, Fotografieren oder Holzarbeit werden an deutschen Schule auch nach der nächsten Schulreform, wie schlecht Pisa auch ausgefallen sein mag, nicht unterrichtet werden. Also nutzt eure Chance. Rotary"Rotary Meetings" sind in den USA im Vergleich zu Deutschland wenig formell. Manche Rotarier erscheinen in Turnschuhen und Polohemd, andere hingegen erscheinen jedoch sehr wohl im Anzug. Die Kleidung spielt bei den Austauschschülern kaum eine Rolle. Man sollte allerdings vermeiden, sich provokant zu kleiden, d.h. für die Mädchen keine Spaghetti-Träger-Tops oder bauchfrei zu tragen (Ja, das wird in den USA als provokant empfunden.), während für die Jungs gilt, T-Shirts mit z.B. politischen Sprüchen, Bierwerbung oder dem Aufdruck einer Heavymetal-Band im Schrank zu lassen. Mentalität (Humor)Vorsicht mit dem deutschen Humor: Die Amerikaner haben eine etwas andere Vorstellung von Humor und kriegen den deutschen Humor manchmal in den falschen Hals. Während sich die Deutschen gerne mal spaßeshalber triezen, ist das in Amerika nur unter wirklich guten Freunden üblich (und auch manchmal selbst da nicht.). Also, vorher erst einmal behutsam mit scherzhaften Bemerkungen (besonders in Bezug auf die USA und Religion) umgehen. Wichtig: Niemals Scherze über das Mitbringen von Waffen in die Schule machen - das könnte zu Probleme mit der Schulleitung führen, da auch "scherzhafte" Drohungen in den USA auf Grund der traurigen Vorfälle der letzten fünf Jahre sehr ernst genommen werden. Mentalität (Freundschaften)Amerikanische Jugendliche sehr freundlich, entgegenkommend und haben keine Hemmungen, sofort ein Gespräch mit euch zu beginnen. Ein Großteil der Bekanntschaften werden allerdings oberflächlich bleiben. Auf viele Versprechen ("Wir machen mal was zusammen!", "Ich ruf' dich mal an!") folgen oft keine Taten. Davon nicht einschüchtern lassen und auf keinen Fall aufgeben! Es dauert ein wenig, aber man findet wirklich auch enge Freundschaften, die auch nach der Abreise bestehen bleiben. Mentalität (Kleider/Prüderie)Es lässt sich nicht leugnen: Amerikaner sind nun mal prüde. In aller Öffentlichkeit eine Hose oder ein T-Shirt zu wechseln wird nicht empfohlen. Informiert euch auch vor eurem ersten Schultag über die dort herrschende Kleiderordnung. EssenAmerikaner gehen - meinen Erfahrungen zufolge - selten zu McDonald's oder Burger King. Zunehmen tut man leider trotzdem. Das liegt daran, dass amerikanische Jugendliche durchschnittlich zwei warme Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen: mittags in der Schule und abends mit der Familie. Darunter ist auch viel Fast Food. Morgens gibt es oft wahre Zuckerbomben (Kariesgefahr!), die ja bekanntlich auch dick machen. Aber keine Sorge: den Spott der Mitschüler zurück in Deutschland muss man nur kurzfristig über sich ergehen lassen, weil man sehr schnell das zusätzliche Gewicht verliert (Gott segne deutsches Brot!). Wenn ihr trotz allem nicht auf die deutsche Küche verzichten und vielleicht sogar eurer Gastfamilie ein typisch deutsches Essen zubereiten wollt, dann erlernt leichte deutsche Koch- oder Backrezepte und nehmt sie mit. GastgeschenkeGastgeschenke sollten klein und handlich sein. Um hier schon als Botschafter zwischen zwei Ländern zu fungieren, solltet ihr Geschenke mitbringen, die entweder typisch für Deutschland oder für eure Stadt sind. TelefonierenWenn ihr mit euren Eltern telefonieren wollt, sollten diese euch aus Deutschland anrufen. Die Tarife in Deutschland sind seit Aufgabe des Telekom-Monopols deutlich niedriger als die in den USA. Wollt ihr Ferngespräche innerhalb (oder auch nach außerhalb) der USA führen, aber eure Familie nicht unnötig finanziell belasten, könnt ihr in jedem Supermarkt Telefonkarten kaufen, mit denen man aus dem Festnetz zuhause telefonieren kann. FlugEs gelten folgende Bestimmungen für das Gepäck auf dem Flug in die USA: max. 1 Stück Kabinengepäck á 115 cm (Summe aus Länge + Breite + Höhe), max. 2 Stück á 158 cm (Summe aus Länge + Breite + Höhe)/32 kg (zusammen max. 273 cm); ein(1) tragbares Musikinstrument (max. 100 cm lang) unter 32 kg gilt als 1 Stück á 158 cm [Quelle: Lufthansa AG, 1999]. Vorsicht: Bestimmungen könnten sich geändert haben. Um sicher zu gehen, müsst ihr euch selber noch mal bei der jeweiligen Fluggesellschaft erkundigen. AnkunftTeilt eurer ersten Gastfamilie mit, woran sie euch am Flughafen erkennen kann (Am besten eignet sich dazu der Rotary-Blazer). So vermeidet ihr längeres Suchen und auch der erste Kontakt wird erleichtert. Wichtig: Auch wenn der Flug noch so anstrengend war, setzt ein Lächeln auf! Eure Gastfamilien freuen sich auf euch, und das erwarten sie auch von euch. BilderNehmt Fotos von eurem Haus, eurer Straße, eurem Wohnort, eurer Schule, euren Freunden und von eurer Familie mit, um euren Freunden und Gastfamilien zeigen zu können, wie ihr in Deutschland lebt. SpracheAmerikanische Jugendliche haben zum Teil einen ausgeprägten "Slang". Es lohnt sich grundsätzlich nicht, ein Dictionary of American Slang zu kaufen, da sich der Slang unglaublich schnell verändert. Man lernt die amerikanischen Redensarten am besten im Gespräch. Achtung: Es könnte passieren, dass man euch durch Slang-Redewendungen mal auf den Arm nehmen will. Das ist in den seltensten Fällen böse gemeint. Die "Amis" kriegen halt so wenig Fremde zu sehen... ImpfungenIhr müsst gegen folgende Krankheiten Impfungen vorweisen können: Diphtheria, Pertussis, Tetanus, Rubella, Rubeola, Mumps, Polio (oral), BCG, Hep B (alles englische Krankheitsbezeichnungen), T.B. Test RotaryreisenCentral States Rotary Youth Exchange ist zuständig für die Staaten Wisconsin, Illinois, Indiana, Michigan und einen Teil von Ontario (Kanada). Diese Unterabteilung von Rotary USA bietet 4 verschiedene Reisen an:
- California (San Fransisco und Las Vegas) - Florida - Eastern Coast (Boston, New York, Washington, Gettysburg,...) - Rocky Mountains
Die Reisen dauern im Vergleich zu den Vorjahren, statt 3 Wochen, nun 2 Wochen. Dies liegt daran, dass es eine sehr anstrengende Zeit für die Betreuer ist und Rotary deshalb die Zeit verkürzt hat. Allerdings werden nun die Schüler per Flugzeug in die gewünschte Region gebracht, sodass nicht zu viel Zeit verloren geht. Jede der Reisen kostet 1750 US-Dollar.
HeimwehHeimweh bekam ich vor allem an Sylvester bzw. Neujahr. Bezüglich dieses so bedeutenden Ereignisses in Deutschland sind die Amerikaner wahre Spaßbremsen. "Geböllert" wird in den USA fast ausschließlich am 4. Juli. Das beste Mittel gegen Heimweh ist jedoch Beschäftigung. Zieht euch nicht zurück, sondern versucht so viel wie möglich (mit euren Freunden / Familien) zu unternehmen. Geht unter Leute, aber auf gar keinen Fall verschließen! Setzt euch gegebenenfalls sogar unter Stress. Doch wer sich in seinem Zimmer nur nach zu hause sehnt, wird letztendlich ein noch stärkeres Heimweh empfinden, da er/sie sich zunehmend aus seinem Freundeskreis zurückzieht. Vermeidet außerdem zu starken Kontakt mit der Heimat: Es verstärkt das Heimweh nur unnötig und verhindert das Eingewöhnen. (Empfehlenswert sind ein oder zwei Telefonate mit der Familie im Monat. Über negative Auswirkungen von eMails ist mir bisher nichts bekannt.) Eure Eltern sollten euch nach Möglichkeit gar nicht in den USA besuchen. Die Situation ist einfach komisch (und anstrengend)! Wollt ihr trotz allem auf einen Besuch eurer Eltern nicht verzichten, sollten sie euch auf gar keinen Fall vor den ersten 9 Monaten besuchen.
Warum in die USA?Wer an Amerika denkt, dem fallen zuerst die großen Städte wie New York, San Francisco, L.A. / Hollywood und Chicago ein. Bevor man sich für die Vereinigten Staaten als Austauschland entscheidet, sollte man sich allerdings bewusst machen, dass "die Staaten" nicht ausschließlich aus Metropolen bestehen. Viel wahrscheinlicher ist es, dass man in eine Kleinstadt, ja in ein Dorf, kommt. Nur mal als Beispiel: Meine Heimatstadt Metamora hatte 2.500 Einwohner. Amerikanische Kleinstädte sind jedoch keineswegs mit deutschen Kleinstädten derselben Größe zu vergleichen. Die amerikanische Bevölkerung ist im Vergleich zur deutschen noch relativ jung. In einer Stadt mit 2.500 Menschen kann eine Schule stehen, die täglich über tausend Schüler unterrichtet. So war es auch bei mir der Fall. Und da sich das Leben der Jugendlichen in den USA zu einem sehr großen Teil in der Schule abspielt (und das ist keineswegs negativ zu beurteilen, da ja sehr viele außerschulische Aktivitäten angeboten werden...), vergisst man sehr oft, dass man sich eigentlich in einer Kleinstadt befindet. Das amerikanische Schulsystem ist jedenfalls wesentlich interessanter als das deutsche. Dort spielt sich ein Großteil des sozialen Lebens ab. Amerika ist ein Land, in dem man auf eeine Kultur trifft, die der unseren sehr ähnlich und die doch so anders ist.
(c) 2002 Mark-W. Dreisörner / USA 1999/2000
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