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Bericht Indien Meike Körner PDF Print E-mail

Hallo

Hier meldet sich Meike Koerner aus Indien, Bombay. Ich bin jetzt hier in Bombay seit gut 2 Monaten und kurz um gesagt, geht es hier mir sehr gut.

Doch ich moechte etwas mehr als das erzahelen. Ich moechte meine Erfahrungen die ich erlebt habe teilen.

Also ich bin am 22.07.07 morgen frueh in Bombay angekommen. Meine zwei Gastfamilien standen am Flughafen und haben auf mich gewartet. Bevor ich nach Indien geflogen bin, hatte ich guten Kontakt zu beiden Familien. Meine Gastschwester hatte fuer mich ein Plakat mit meinem Namen gemacht, so konnte ich sehen, wo meine Gsatfamilien in der riesigen Menschenmenge standen. Nach der freundlichen Begruessung ging es mit den Autos zu dem Haus von meiner zweiten Gastfamilie. Ich konnte noch nicht am ersten Tag zu meiner eignetlichen Gastfamilie, da mein Zimmer nach tapeziert werden musste. Nach langen Gespraechen mit meinen zwei Gastgeschwistern,

Shibani(16) und Tanay(19) waren Shibani und ich um 4 Uhr morgens auch mal am schlafen. Am naechsten Tag bin ich mit meiner Schwester shoppen gewesen, da ich Anziehsachen brauchte, weil nur 20kg Gepaeck fuer den Flug erlaubt waren. Somit wurde ich schon ab den ersten Tag mit dem geordeneten Chaos konfrontiert. Ich sass im Taxi mit meiner Schwester und bekam den Mund nicht mehr zu. Viele Hauser waren runter gekommen, Menschen lagen auf den Strassen und schliefen, Menschenmassen ueberquerten die Strassen, die Autos fuhren wie sie wollten (links

Verkehr) und es war heiss. Und dann stand ueberall alles in einer anderen Schrift, die ich nicht lesen konnte. Wo war ich hier gelandet? Zusaetzlich laberte mich dann meine Gastschwester noch auf Englisch zu. Ich hatte keinen Kulturschock, es war einfach nur ALLES anders. Nach dem shopping bin ich mit meinen Geschwistern nach Hause gefahren. Als ich dann zu Hause war, wollte ich einfach nur noch schlafen.

Am naechsten Tag hat mich meine eigentlich Gastfamilie abgeholt und als erstes zu meinen Grosseltern gebracht. Dort wartete dann ein ?kleiner? Teil der Familie auf MICH! Auf wen sonst? Am Abend ging es dann nach Hause. Nach guten 2 Stunden hatte ich mein Zimmer eingerichtet und ging zu Bett. Am dritten Tag in Bombay,ging es zur Schule(College). Mit Sunil(Mein Counceller und Gastvater von meiner zweiten Familie) und Shibani. Nach der Anmeldung im Sekriteriat wollte ich auch zum Unterricht, aber nach 10 Minuten war ich wieder aus der Klasse raus. Ich habe mich in der Klasse vorgestellt, vor ca. 60 Schuelern und ploetzlich fangen alle an zusingen, Happy Birthday. Ich war so schockiert, dass meine Gastschwester mich aus der Klasse gezerrt hat. Wir sind einfach gegangen. Da sich Sunil extra fuer mich frei genommen hatte, wollte er mir Bombay zeigen. Also haben wir Gate of India besucht und haben eine Schifffahrt auf dem Meer gemacht. War eigentlich sehr schoen, doch das Wasser war sehr dreckig. Abends ging es zum Club. Dort kann man schwimmen und andere sportliche Aktivitaeten betreiben. Zum Schlus sind wir zum Flughafen gefahren und haben dort eine andere

Austauschschuelerin(ATS) Maira, sie kommt aus Brasilien, Sao Paulo,abgeholt.

Dies waren meine ersten drei Tage in Bombay. Ich habe viel erlebt und viel gesehen. Wie positives aber auch negatives.

Gastfamilien: Im Moment lebe ich einer Familie, wo mein Vater Anwalt ist, meine Mutter Hausfrau, sie ist aber sehr sozial aktiv und mein Bruder(20), der gerade sich darauf vorbereitet in den USA zu studieren.

1 Familie, Ashok Shetty(Vater)

Shailaja Shetty (Mutter)

Gaurav Shetty (Sohn)

Meine zweite Gastfamilie, zu der ich viel Kontakt habe und auch viel unternehme, arbeitet der Vater als Manager fuer eine Firma, meine Mutter arbeitet in der Bank, mein Bruder studiert Pharmazie und meine Schwester ist jetzt in Frankreich, Lyon, fuer ein Jahr.

2 Familie, Sunil Surkund (Vater)

Smita Surkund (Mutter)

Tanay (Sohn)

Shibani (Tochter)

Beide Familien sind sehr nett und kennen sich untereinander sehr gut. Ich fuehle mich wie ein Teil der Familie. Shailaja(Shaila) nimmt mich immer ueberall mit, daher kenne ich schon viele von ihren Freundinnen und deren Kindern. Ich war des oftern mit ihr im Tempel, fuer mehrer Stunden. Sie selber ist im Inner Wheel aktiv. Das ist der Rotary Club fuer Frauen.

Meine Gastmutter lehrt mich unteranderem Hindi und indisches kochen. Da mein Gastvater arbeiten ist, mein Bruder mit sich selbst beschaeftigt ist und meine Mutter nicht als zu viel Zeit hat, bin ich oft bei meiner zweiten Gastfamilie. Dort lebt Maira, das Maedchen aus Brasilien. Fuer mich ist sie wie eine Schwester. Wir machen viel zusammen und das alles auf englisch.

Schule(College): Also das Schulsystem ist hier in Indien ?etwas? anders. Hier geht man normal bis zur 10ten Klasse. Dann geht man aufs College und muss sich entscheiden fuer Arts,Science oder Commence. Dies macht man dann zwei Jahre und dann studiert man. Der Unterricht hier sieht hier ganz anders aus. Der Lehrer, meistens die Lehrerin, erzaehlt und die Schueler schreiben mit. Selten werden Diskussionen gefuehrt und nach Meinungen gefragt. Wenn aber dann mal nach Meinungen gefragt wird, dann zeigt kaum einer auf.

Ich bin in Arts, 11 Klasse, d.h. viele schwaentzen den Unterricht, ich weiss auch warum. Mindestens 60 Schueler sitzen in einem Raum, in Baenken gequetscht und versuchen den Lehrer zu irritieren, bis der Lehrer auf gibt und geht. Das passiert nicht bei allen Unterrichtsfaechern, aber bei vielen. Ich frage mich wirklich wie die Schueler hier die Examen schaffen. Shibani hat es versucht mir zu erklaeren. In jedem Fach gibt es Buecher und du musst eigentlich nur wissen was darin vor kommt. Die Examen werden dann diesen Stoff abfragen, mit Frage-Antwort oder Multiplichoice Aufgaben. Alles ganz easy. In der 12 Klasse sieht das dann schon ganz anders aus. Man muss viel lernen. Somit war ich im ersten Monat nicht so regelmaesig im College, aber ich gehe jetzt oefters hin. Das Problem ist nur, dass ich mit dem Buss fahre, was eine Stunde, ein Weg, dauert. Da mein College um 13 Uhr los geht und um 18 endet, kann ich nie bis zum Schluss bleiben, weil meine Familie moechte, dass ich zwischen 16 und 17 Uhr das College verlasse, weil um 17 Uhr der Rush startet. Was fuer mich auch gefaehrlich werden kann. Mein College ist ganz im Sueden von Bombay. Ich wohne zentral. Alle Buerohaeuser sind rund um mein College. d,h das alle ab 17-18 Uhr vom Sueden in den Norden fahren. Die gleiche Richtung die ich auch muss.

 

Essen: Das Essen hier ist anders, aber sehr lecker. Ich vermisse die Deutsche Kueche kein Stueck. Die Inder benutzen viele Gewuerze, die nicht immer scharf sind,sondern einfach dem Essen den besonderen Geschmack geben. Natuerlich gibt es auch scharfes Essen, doch meine erste Gastfamilie isst so gut wie nie scharf und meine zweite Familie isst etwas schaerfer, aber das kann ich alles essen. Ich gewoehne mich langsam daran. Ich muss nur immer aus passen wo ich was esse.

Verkehr: Tja der indische Verkehr, ist eine Sache fuer sich. Der Haupteil besteht aus hupen und auf Menschen zu fahren und eine voll Bremsung hinlegen.

In der ersten Woche habe ich gedacht, hier wirst du nie die Strasse ueberqueren koennen, doch jetzt wird es immer einfacher!

Ein anderes Problem ist der Laerm. Meine erste Gastfamilie wohnt an einen der Hauptstrassen, also ist es 24 Stunden laut. Ich habe mich daran gewoehnt. Meine Gastgrosseltern wohnen in der Naehe von meiner Gastfamilie. Dort bin ich jeden Morgen. Sie leben im 6 Stock und dort es ist sehr leise. Meine zweite Gastfamilie wohnt in einem eher ruhigen Gebiet. Als ich am Anfang bei meiner zweiten Gastfamilie war, habe ich einen Schock bekommen, wie laut es doch ist. Als ich dann am zweiten Tag bei meinen Gastgrosseltern war, war ich sehr gluecklich das es soo leise war. Abends war ich dann bei meinem eigentlich zu Hause. Es war sehr laut fuer mich und in der ersten Nacht habe ich nicht gut geschlafen. Jetzt kann ich nicht mehr ohne diese Geraeusche.

Rotary: Mein Rotary Club ist Shivaji Park. Ein sehr netter und sorgsamer Club. Ich war bis jetzt einmal bei einem Meeting von meinem Club. Erst war ich bei dem Inner Wheel Treffen mit meiner Mutter und danach beim eignetlich Treffen von dem Club.

Sonst war ich bei einer Veranstaltung vom Inner Wheel Club in einer Schule, wo Strassenkinder unterrichtet werden. Vor drei Wochen waren Maira und ich auch bei einem Rotary Picknik dabei. Wir sind mit dem Buss ins gruene gefahren und haben dort ein Tag auf einem kleinem Gestuet verbracht.

Freunde und Freizeit: Jeden morgen geh ich zu Yoga fuer 1 œ Stunden . Danach lehrt mich meine Gastmutter immer zwei Saetze in Hindi. Um 12 oder 13 nehme ich den Buss und fahre zum College. Dort treffe ich dann im Maira, die mit dem Zug immer kommt. Dann gehen wir zusammen in den Unterricht. Nach 3 Stunden setzen wir uns auf den Schulhof und reden mit unseren Freunde. Mein Freundeskreis ist sehr gemixt. Im College, dann die ATS, dann die besten Freundinnen von meiner Gastschwester Shibani, Rotex und Freunnde von meinen Geschwistern oder Cousinen. Jeden Tag lerne ich neue Leute kenne. Geh mit ihnen ins Cafe oder ins Kino. Langeweile habe ich nie.

Ich hoffe, ich konnte einen kleinen Einblick in mein Leben hier in Bombay zeigen. Wenn groessere Interesse verhanden ist, koennt ihr auch unter dieser Adresse nachsehen. Dort schreibe ich mehrmals in der Woche meine Erfahrungen in ein Tagebuch rein. Mit Fotos versehen:
www.indien07-08.spaces.live.com

Gruss Meike

Last Updated ( Samstag, 19 September 2009 )
 

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