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Neuseeland Elinore Geronne PDF Print E-mail

Berichte von Elinor Geronne (2004/2005 - RC , D-9920)

1. Quartalsbericht


Nun bin ich schon fast 3 Monate hier in Neuseeland und die Zeit ist vergangen wie im Flug.
Als ich am 13. Juli in Frankfurt in mein Flugzeug Richtung Auckland gestiegen bin, wusste ich nicht wirklich was mich erwarten würde. Erst als ich dann im Flugzeug noch einmal alle meine Abschiedsbriefe gelesen hatte, habe ich wirklich begonnen zu realisieren, dass ich ein Jahr nicht da sein werde, ein Jahr nicht mein gewohntes Leben leben werde. Komischerweise war das für mich aber keineswegs ein Grund zur Traurigkeit. Ich kann eher sagen, dass ich mich grade im Flugzeug total auf mein Jahr und auf alles Neue gefreut habe.
Nach dem langen Flug mit einigen Turbulenzen, die meine beschränkte Fähigkeit im Flugzeug zu schlafen noch einmal verringert haben, bin ich müde in Auckland von einem Empfangskomitee von über 10 Leuten empfangen worden. Alle meine Gastfamilien waren mindestens mit einem, wenn nicht sogar mit beiden Elternteilen, vertreten. Und auch der Präsident meines Clubs mit seiner Frau, der Inbound Student Coordinator meines Distriktes mit Gattin, mein Jugenddienstbeauftragter, meine Counsellorin und ein anderer Austauschschüler meines Distriktes waren dort. Ich muss sagen, das war schon ein schöner Empfang, der dazu beigetragen hat, dass ich mich hier von Anfang an wohl gefühlt habe.
Die ersten 3 Tage habe ich bei meiner eigentlich ersten Gastfamilie verbracht und bin danach für 2 Wochen zu einem anderen Ehepaar gezogen, da meine Gasteltern in Urlaub gefahren sind. Nach den zwei Wochen bin ich dann zurück zu meiner jetzigen Gastfamilie, in der ich aber auch nur noch 2 - 3 Wochen leben werde, bevor ich zu meiner eigentlich zweiten Familie wechseln werde.
Alle sind wahnsinnig nett. Einmal die Woche, jeden Montag, besuche ich die Rotary Meetings, was ich wirklich genieße. Da in allen meinen Gastfamilien mindestens ein Elternteil Rotarier ist, ist es für mich eine Gelegenheit auch zu meinen zukünftigen Gastfamilien mindestens einmal die Woche Kontakt zu haben. Die Rotary Meetings hier sind lockerer als ich sie mir in Deutschland vorstelle und sie involvieren mich in einer Weise, dass der Rotary Club so etwas wie eine weitere Familie für mich zu werden beginnt.
Vor einigen Wochen hatte ich mein erstes Rotary Orientation Camp, auf dem ich alle In- und Outbounds meines Distriktes kennen gelernt habe. Wir waren für ein Wochenende in Snells Beach, was eine Stunde nördlich von Auckland liegt. Wir hatten eine Menge Spaß und es war schön die anderen Exchange Students besser kennen zu lernen. Nun sind wir in relativ engem Kontakt und treffen uns regelmäßig.
In zwei Wochen habe ich mein nächstes Wochenende, dass wir in einer Marae verbringen werden. Dort werden wir die Kultur der Maori besser kennen lernen.
Ich bin hier wirklich immer beschäftigt und habe schon so viel erlebt, dass es schwer ist, über alles zu berichten. Ein weiteres, für mich aber besonderes,Ereignis war der von der Schule veranstaltete 6th Form Ball, den ich vor gut zwei Wochen hatte. Es war wirklich ein bisschen so, wie man das aus den amerikanischen Teenie Filmen kennt. Alle Mädchen in umwerfenden Kleidern und die Jungen im Anzug. Der Grossteil der Jugendlichen hier nimmt den Ball unheimlich ernst, besonders die Mädchen. Sie haben super teure Kleider, lassen sich die Haare und die Nägel machen und zum Ball muss man natürlich in einer Limousine fahren. Für mich war der Ball ein besonderes Erlebnis und wir hatten sehr viel Spaß.

Last Updated ( Samstag, 19 September 2009 )
 

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